Herzlich willkommen zur neuen Artikelserie auf diesem Blog! In den vergangenen Monaten haben wir ihnen alle beim online poker und live pokern in Casinos und daheim geläufigen Pokervarianten vorgestellt. Wir haben ihnen zu allen Spielarten des weltweit beliebtesten Kartenspiels die Regeln erklärt und einige Geheimtipps zu jeder Variante gegeben, die ihnen helfen, ihre Gegner zu dominieren. Während wir in dieser letzten Serie von Artikeln eher in die Breite gingen und zu jeder Pokerspielart nicht viel schrieben, wollen wir uns in diesem Block von Artikeln in den kommenden Monaten genau mit der Pokerspielart auseinander setzen, die seit Jahren die Welt in Atem hält: dem Texas Hold’em. Dabei werden wir ihnen jeden Aspekt dieses faszinierenden Spiels genau erklären und ihren bei bringen, wie sie ihre Gegner im Texas Hold’em schlagen können. In diesem Artikel geht es um Action am Turn.
Wie sie sicher wissen ist der Turn die dritte und vorletzte Street, also Setzrunde beim Texas Hold’em. Das macht den Turn insofern zu einem besonderen punkt in der Texas Hold em hand, als dass man schon sehr viele Informationen über die Stärke der eigenen und vor allem der Hand des Gegners hat und als dann die Hand trotzdem noch lang nicht zu Ende ist. Gehen wir also nun einige Szenarien durch, die ihnen am Turn passieren können.
Die komfortabelste ist zweifellos die, dass sie Pre Flop geraised haben, den Flop trafen, eine continuation bet gefeuert haben, die der Gegner gecallt hat und sie jetzt mit einer unvermindert starken Hand am Turn stehen. Dennoch: obwohl man üblicherweise sofort zu einer weiteren bet, einer second barrel am Turn tendieren würde, sollte man auch das hinterfragen. Die Frage stellt sich, wie stark genau ihre Hand am Turn ist. Ist es nur Top pair mit mittelmäßigem Kicker, wie König Bube auf einem König zwei acht vier board? Oder haben sie das Top Set? Wenn sie ein monster, wie das top set haben, sollten sie bei passiven Gegnern definitiv weiter betten. Bei aggressiven Gegnern allerdings, die wissen, dass sie viel continuation betten und dementsprechend viel callen, können sie den Turn aber auch mal check/raisen. Also checken, weil sie erwarten, dass der aggressive Gegner dann betted, um sie aus der Hand zu drängen. Mit schwächeren Händen, wie etwa König Bube sollten sie ebenfalls nur checken, da sonst der Pot zu groß für ihre verhältnismäßig nur mittelmäßig starke Hand wird.
Alternativ dazu kann es natürlich auch vorkommen, dass sie am Turn nicht der Spieler mit der Initiative ist, sondern ihr Gegner und sie bisher nur gecallt haben. In diesem Fall ist am Turn die Reevaluation, die Neueinschätzung ihrer Hand das wichtigste. Während sie am Flop noch profitabel viele Draws callen können, sieht das am Turn schon ganz anders aus, weil nur noch eine Karte kommt. Beispielsweise können sie am Turn einen Flush Draw ganz einfach folden, wenn ihr gegner groß betted. Das schaffen allerdings viele Spieler am Turn nicht. Auch sollten sie sich zwei mal überlegen, ob sie am Turn die second barrel ihres Gegners mit top pair medium kicker wie in der König Bube Hand wirklich noch callen können. Stellen sie sich am Turn in diesem Fall einfach die Frage, ob der Gegner den Turn wirklich noch mit König Zehn betten würde. Würde er nicht, für Pot Control also damit der Pot nicht zu groß wird, eher checken? Solche Turn Überlegungen gehören zum Grundstock eines jeden guten Pokerspielers und auch sie sollten am Turn sehr gut darüber nachdenken, was genau sie tun wollen. Nur dann werden sie zu einem sehr guten pokerspieler werden und ihre Gegner auch am Turn dominieren! Viel Glück bei ihrem Turn spiel!

