29
Aug

Infos zu River Action

Author : Michael R.

Ein herzliches Willkommen an sie zu unserem zweiten Artikel der aktuellen Serie von Artikeln auf diesem Blog! In den serie vor dieser haben wir ihnen sämtliche der beliebten und berühmten Pokerspielarten vorgestellt, die in den Zahlreichen Casinos weltweit beim live pokern gespielt werden und natürlich auch die, die durch online Poker auf der Welt zu unglaublicher Popularität gekommen ist, unter anderem das Texas Hold’em. Neben dem Texas Hold’em wurden aber auch Pokervarianten wie das Omaha Hold’em, bei dem es doppelt so viele Hole Cards wie beim texas Hold’em gibt, Razz bei dem das schlechteste Blatt gewinnt, und Draw und Stud Poker vorgestellt. Alle Spielarten wurden dabei eher in der Breite als in der Tiefe behandelt und es wurden nur kurz die Regeln vorgestellt und einige Tipps zum allgemeinen Spiel gegeben. In dieser in den kommenden Monaten vorgestellten Serie hingegen werden wir bis in’s kleinste Detail eine Pokervariante behandeln. Und welche könnte das sein, als das Texas Hold’em? Zehntausende Spieler verdienen damit täglich Unsummen, weil sie es schaffen, ihre Gegner auf allen Streets, also den Setzrunden der zahlreichen Texas Hold’em Hände zu schlagen. In diesem Artikel geht es nun also ganz genau um eine der wichtigsten Setzrunden der Hand, dem River. Der River ist die allerletzte Setzrunde des Texas Hold’em und hier zeigt sich nun endlich, ob ihr Draw denn ankam, ob sie endlich die straße gemacht haben, ob die vierte Karte in Herz auf das Board gelegt wurde, die ihren Drilling nun praktisch unnütz macht oder ob sich ihr Set am River nun doch in ein Full House verbessert hat, mit dem sie die offensichtliche straight ihres Gegners crushen. Nach dem River kommt der showdown, nach dem River kommt keine Möglichkeit mehr, ihrem Gegner noch Geld zu entziehen und auch er muss die Karten aufdecken, wenn sie seine Bet einfach callen. Der River ist in sofern die Nerven zerreißendste Setzrunde im Texas Hold em. Doch welche Situationen können ihnen am River begegnen?

Das komfortabelste ist am River sicherlich, dass sie pre flop, am flop und am turn eine starke hand hatten, die sie jeweils auch stark gebetted haben und am river ändert sich an der Stärke ihrer Hand ebenfalls nichts gravierendes. Trotzdem stellt sich jetzt am River die Frage, ob sie betten oder nicht. Dabei müssen sie am River sich immer die Frage stellen, ob sie an dieser Stelle for value betten können, sie müssen sich also fragen: Callt der Gegenspieler meine River bet jetzt noch mit schlechteren Händen als meiner? Wenn sie am River lediglich Top pair haben, können sie diese Frage oft mit “nein” beantworten und einfach schieben. Das hat nämlich am River einen krassen vorteil: Wenn sie wirklich am river eine mittelmäßig starke Hand, wie top pair haben und am river eventuell sogar noch einige draws nicht ankommen, wird der gegner sich oft verführt fühlen, mit schwächeren händen, etwa draws die nicht angekommen sind zu bluffen, da sie Schwäche zeigen! In solchen Fällen können sie am River also beispielsweise viel öfter mal schieben und dann die bet ihres Gegners callen, statt selbst zu setzen. Ein weiteres szenario wenn sie gegen solche aggressiven Gegner am River spielen, aber am River nicht nur top pair sondern etwa eine toll versteckte straight haben ist, am River ebenfalls zu checken aber nicht mit der Absicht eine River bet des Gegners zu callen, sondern sie stattdessen zu erhöhen – da der pot am river recht groß ist, wird das dann meistens ein all-in sein. Der Gegner wird in solchen Fällen in den meisten Fällen am River so verwirrt oder erbost von ihrer Aktion sein, dass er auch mit schwächeren Händen am River callen wird.

Wenn sie selbst am River erhöht werden, sollten sie sehr, sehr achtsam werden. Meistens sind River raises verdammt stark, selten sind es bluffs. Denn wer raised sie schon, wenn sie vorher über multiple streets stärke zeigten haben mit einer schwachen Hand? Praktisch niemand. Halten sie sich an diese Hinweise und sie werden ihre Gegner am River dominieren!

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